68. Frauenfelder Militärwettmarsch 2002 - Erster Waffenlaufsieg von Duathlonspezialist Daniel Keller

Frauenfelder Militärwettmarsch (42,2 km/520 m HD, 432 Klassierte), Overall: 1. Daniel Keller (Bronschhofen) 2:50:40. 2. René von Burg (Balsthal) 0:23 zurück. 3. Fritz Häni (Rumisberg) 1:38. 4. Bruno Dähler (Berg TG) 1:56. 5. Fredy Pfister (Rickenbach TG) 2:38.
Die Kategoriensieger. M20: Thomas Steiger (St.Gallenkappel) 2:54:19. - M30: Daniel Keller (Bronschhofen) 2:50:40. - M40: Fritz Häni (Rumisberg) 2:52:18. - M50: Martin Storchenegger (Leissigen) 2:55:20. - Damen: Monika Widmer (Matzingen) 3:28:00. - Gäste: Luis Wildpanner (A-Österreich) 3:08:51.


(dy/klu) Daniel Keller (Bronschhofen) nutzte zum Abschluss der Waffenlaufsaison die Abwesenheit von Seriensieger Jörg Hafner und realisierte beim 42,2 km langen Frauenfelder Waffenlauf seinen ersten Tagessieg. 23 Sekunden zurück belegte René von Burg (Balsthal) nach einem glänzenden Finish Platz zwei. Dritter wurde Fritz Häni (Rumisberg).
So spannend kann Waffenlauf sein: Wäre der Frauenfelder nur 39 Kilometer lang gewesen, der Sieger hätte Fritz Häni geheissen; wäre er aber 45 Kilometer lang gewesen, der Sieg wäre wahrscheinlich an René von Burg gegangen. Wie immer führt der König der Waffenläufe aber über die klassische Marathon-Distanz von 42,2 Kilometer, und so war es Daniel Keller, welcher verdientermassen das Ziel als Erster erreichte.

Der 39-jährige Duathlet, der in diesem Jahr Mannschaftsgold an den Duathlon-Weltmeisterschaften geholt hatte, diktierte das Renngeschehen von der Spitze aus und lag nach 10 Kilometern bereits 30 Sekunden vor seinen Gegnern. Als beim Wendepunkt in Wil (21,1 km) sein Vorsprung auf 1:15 Minuten angewachsen war, deutete alles auf einen leichten Sieg des St.Gallers hin. Auf den langen Geraden zwischen Wil und Lommis (Kilometer 30) kamen jedoch seine Gegner von hinten immer näher heran. Altmeister Fritz Häni, witterte durch die Abwesenheit von Hafner, von Känel und Schöpfer seine Chance und schloss beim 30. Kilometer zu Keller auf. Drei Kilometer später liess er ihn stehen und holte bis 20 Sekunden Vorsprung heraus.

Überraschender René von Burg

Doch Keller, Sieger am diesjährigen Napf-Marathon, liess sich nicht so leicht bezwingen, kämpfte verbissen und schaffte drei Kilometer vor dem Ziel wieder den Anschluss. "Ich verpflegte mich und merkte, dass ich die Lücke wieder schliessen konnte", sagte Daniel Keller, der sich riesig freute, vor heimischem Publikum als Erster in Frauenfeld einzulaufen.




Überraschungssieger Daniel Keller
Duathlonspezialist Daniel Keller (Bronschhofen) gewann seinen ersten Waffenlauf.
(Weitere Fotos in der Fotogalerie)


"Es ist schade, ich bin zu schnell an Keller vorbei und habe mich in dieser Phase etwas zu stark verausgabt", bedauerte Häni, der 16 Jahre nach seinem letzten Frauenfelder Tagessieg nur knapp vor einem dritten Erfolg gestanden hatte. Am Schluss liess der Rumisberger deutlich nach und musste auch noch den überraschenden René von Burg passieren lassen. Dem Balsthaler gelang in seinem bisher klar besten Rennen ein sensationelles Finale, nachdem er in Wil noch gegen vier Minuten hinter der Spitze gelegen hatte.

Über lange Zeit lief von Burg mit Bruno Dähler (Berg), für den der Frauenfelder der verdiente Lohn einer glänzenden Herbstsaison bedeutet, und mit M20-Sieger Thomas Steiger (St.Gallenkappel) zusammen. Einen starken Eindruck hinterliessen auf den letzten Kilometern auch Fredy Pfister (Rickenbach TG), der noch auf Platz fünf vorstiess und M50-Sieger Martin Storchenegger (Leissigen) als Gesamt-Siebter. Nur gerade zehn Läufer erreichten das Ziel in weniger als drei Stunden.

Bei den Damen sah es lange Zeit nach einem erneut souveränen Sieg von Marianne Belmer aus. Die Davoserin erlitt jedoch auf dem letzten Streckendrittel einen Einbruch und musste daraufhin die stets auf Tuchfühlung hinter ihr laufende Monika Widmer aus Matzingen passieren lassen. Die junge Thurgauerin kam damit zu einem überraschenden Erfolg in ihrem Heimlauf und zum bisher wohl schönsten Erfolg ihrer Karriere.

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