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60. Altdorfer Waffenlauf 2004 - Der Einheimische Ivan Gisler gewinnt Altdorfer Waffenlauf (17,52 km/150 m HD, 383 Klassierte), Overall: 1. Ivan Gisler (Altdorf) 1:03:00. 2. Martin von Känel (Reichenbach i. K.) 2:15 zurück. 3. Niklaus Scheidegger (Wiedlisbach) 2:42. 4. Ruedi Walker (Flüelen) 2:50. 5. Remo Ruf (Laufen) 4:35. Die Kategoriensieger. M20: Gisler. - M30: von Känel. - M40: Scheidegger. - M50: Gerhard Klarer (Graltshausen) 1:13:27. - D20: Monika Widmer (Matzingen) 1:21:11. - D40: Marianne Balmer (Davos Platz) 1:17:20. (dy) Ein Einheimischer gewann den 60. und gleichzeitig auch letzten Altdorfer Waffenlauf. Der 27-jährige Ivan Gisler (Altdorf) verwies Rekordhalter Martin von Känel (Reichenbach i.K.) um 2:15 Minuten auf den zweiten Platz. Mit einem Rückstand von 2:42 wurde Niklaus Scheidegger (Wiedlisbach) Dritter. Ivan Gisler, der jeweils nur den Altdorfer bestreitet, feierte bei seinem fünften Waffenlauf den ersten Tagessieg, nachdem er in den drei Jahren zuvor jeweils Zweiter geworden war. Der Urner Sportlehrer wirkte von Beginn weg sehr entschlossen und schlug einen solch hohen Rhythmus an, dass selbst Rekordhalter Martin von Känel nur wenige Kilometer mithalten konnte. "Es war meine Absicht, auf den ebenen Passagen zu forcieren, um dann in den Steigungen, Kräfte sparen zu können." Diese Rechnung ging für den 27-jährigen Strassen- und Bahnläufer voll auf. Von Känel hatte nie mehr die Möglichkeit aufzuschliessen; im Gegenteil: Gisler vergrösserte seinen Vorsprung von zunächst 25 Sekunden nach 3,5 Kilometern regelmässig bis auf 2:15 Minuten. In Abwesenheit von Jörg Hafner verpasste Gisler allerdings den Streckenrekord von Martin von Känel, um mehr als eine Minute. Scheidegger mit starkem Finish Dritter Während sich Martin von Känel bald einmal darauf beschränkte, Platz zwei sicher ins Ziel zu bringen, lieferten sich Niklaus Scheidegger und Ruedi Walker ein packendes Duell um Platz drei. Lange Zeit lag Walker vor Scheidegger, doch der Wiedlisbacher behielt auf den letzten Metern die besseren Reserven und distanzierte seinen Konkurrenten noch um acht Sekunden. Damit übernahm der Sieger des Hans-Roth-Waffenlaufs erstmals die alleinige Führung im Meisterschafts-Zwischenklassement. Dieses ist allerdings noch wenig aussagekräftig, wird doch am Schluss noch ein Streichresultat mit einberechnet. Die besten Chancen auf den Meistertitel besitzt nachwievor Martin von Känel mit seinen bisher zwei Tagessiegen in dieser Saison. |
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![]() Geballte Urner Power (v.l.n.r.): Ruedi Walker (Flüelen), Ivan Gisler (Altdorf) und Mathias Schilter (Silenen). (Weitere Fotos in der Fotogalerie) Bei den Frauen war Marianne Balmer einmal mehr eine Klasse für sich. Trotzdem sie mit der feuchten Witterung Mühe bekundete, lag sie im Ziel 3:50 Minuten vor Monika Widmer, der Siegerin der Kategorie D20. Ab 2005 kein Altdorfer Waffenlauf mehr Es ist also so: Der 60. Altdorfer war gleichzeitig auch der letzte. 1945, unmittelbar nach Kriegsende, wurde der "Zentralschweizerische Militärwettmarsch" aus der Taufe gehoben, aus dem sich der Altdorfer Waffenlauf entwickelte. Älter als der Altdorfer sind nur noch der Frauenfelder (seit 1934) und der Reinacher (seit 1944). Nachdem seit Jahren die Teilnehmerzahlen rückläufig sind, eine stetige Überalterung bei den verbleibenden Teilnehmern zu registrieren ist, finanzielle und personelle Engpässe dazukamen, befand das OK, künftig auf einen Altdorfer Waffenlauf zu verzichteten. "Wir fühlten uns verpflichtet, dem traditionsreichen Altdorfer Waffenlauf ein würdiges Ende zu bescheren", verlautete es aus Kreisen der Organisatoren. Nach Chur (2002), Freiburg (2003), Toggenburg und Kriens (2004), verschwindet innerhalb vier Jahren somit der fünfte Waffenlauf von der Bildfläche. Eine Tatsache, die viele treue Waffenläuferinnen und Waffenläufer am letzten Altdorfer mit Wehmut erfüllte. |
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