Frauenfelder Militärwettmarsch - Dank "zivilen" Ideen

(klu) Bereits zum 70. Mal findet am kommenden Sonntag der traditionsreichste aller Waffenläufe statt. Mit innovativen Ideen haben die Frauenfelder Organisatoren rechtzeitig die Weichen zur Sicherung des so genannten Königs der Waffenläufe gestellt.
Bereits Mitte der 90er Jahre beschritt das OK des Frauenfelder Militärwettmarsches mit der Einführung einer Gästekategorie für ausländische Militärs neue Wege. Mit dem zivilen Marathon und Halbmarathon richteten sich die Frauenfelder Organisatoren vor vier Jahren ein weiteres wichtiges Standbein ein. So werden auch beim diesjährigen "Frauenfelder" wieder gegen 1000 Teilnehmer in den verschiedenen Kategorien an den Start gehen. Punkt 10 Uhr erfolgt mit dem obligaten Kanonenschuss für die rund 380 Waffenläufer der Start auf dem Frauenfelder Marktplatz. Unter ihnen auch diese Jahr wieder eine stattliche Anzahl von Armeeangehörigen aus Deutschland, Österreich und erstmals auch aus Frankreich.

Spannende Ausgangslage

Eine spannende Ausgangslage zeichnet sich beim Militärwettmarsch ab. Meisterschaftsfavorit Martin von Känel (Reichenbach i. K.) benötigt zwar im letzten Lauf der Saison lediglich noch einen 23. Rang zur Sicherung seines fünften Schweizer-meistertitels nach 1993 bis 1996.




Bruno Heuberger und Martin von Känel
Sieger Bruno Heuberger (Henau, links) forderte beim Zürcher Waffenlauf Meisterschaftsfavorit Martin von Känel.

Den prestigeträchtigen Sieg beim anspruchvollsten Waffenlauf würde er aber allzu gerne als 50. Tagessieg in sein beachtliches Palmarès aufnehmen. Diesen scheinen ihm aber zwei andere Tagessieger dieser Saison streitig machen zu wollen. Jörg Hafner (Hasle LU), Schweizer Meister der letzten fünf Jahre, kündigte bei seinem bisher einzigen Start in diesem Jahr im aargauischen Reinach seine Teilnahme in Frauenfeld an. Mit einer gezielten Vorbereitung hat er sich eine Zeit im Bereich des Streckenrekordes (2:37:37) von Martin von Känel aus dem Jahre 1995 zum Ziel gesetzt. Unterstützung bei diesem Vorhaben könnte Hafner vom Sieger des diesjährigen Zürcher Waffenlaufes, dem Bahn- und Strassenlauf-spezialisten Bruno Heuberger (Henau) erhalten. Der 33-jährige Postbeamte und Schweizer Marathonmeister der Jahre 1999 und 2000 beschtritt den "Zürcher" gemäss eigener Aussage als Vorbereitung auf den Frauenfelder Saisonabschluss.

  • zurück