Frauenfelder Militärwettmarsch 2005 - Der "Frauenfelder" mobilisiert eine ganze Region

(klu) Wie jedes Jahr um diese Zeit fällt am kommenden Wochenende wieder der Startschuss zum "Frauenfelder". Was einst im Schatten des Klassikers des Waffenlaufsportes, dem Frauenfelder Militärwettmarsch, als zivile Kategorien begann, trägt heute entscheidend zum Fortbestehen dieses Traditionsanlasses bei. Mit weit über 1000 Teilnehmern vermag der "Frauenfelder" mit seinem zivilen Marathon und Halbmarathon eine ganze Region zu mobilisieren.
In einer Zeit, wo neue Ausdauersport-Anlässe, wie Städtemarathons oder Mehrtagesveranstaltungen, fast wie Pilze aus dem Boden schiessen oder zumindest vielerorts stark boomen, haben sich die Frauenfelder Organisatoren ganz der Tradition und dem Breitensport verschrieben. Sie legen es dabei nicht auf eine prestigeträchtige Beteiligung von Spitzenläufern an. Eigentliche Siegerprämien gibt es bei diesem Marathonlauf durch die hügelige Landschaft des Hinterthurgaus sowieso nicht zu gewinnen, auch wenn das Frauenfelder OK dank Supportervereinigung und innovativen Ideen in eine gesicherte Zukunft blicken darf. Den Verantwortlichen geht es vielmehr darum, für jedermann und jede Frau das passende Angebot zu schaffen. Damit ist in dieser tollen Ambiance des seit über 70 Jahren stattfindenden Anlasses, in dem nach wie vor auch der Frauenfelder Militärwettmarsch seinen festen Platz hat, ein einmaliges Lauferlebnis garantiert.

Über die klassische Marathondistanz von 42,2 Kilometern mit Start auf dem Marktplatz in Frauenfeld haben sich bis zum jetzigen Zeitpunkt gut 300 Waffenläufer eingeschrieben. Darunter auch wieder rund 50 ausländische Gäste aus Österreich, Deutschland und England. Komplettiert wird dieses Feld von weiteren 140 zivilen Marathonläufern. Der Hauptharst wird aber wie schon im vergangenen Jahr erst in Wil auf die Strecke gehen. Bereits 600 gemeldete Zivilläufer, ergänzt von etwa 50 Boys und Girls




Start zum Frauenfelder auf dem Marktplatz
Mit dem obligaten Kanonenschuss werden die Waffenläufer vom Marktplatz aus auf die Marathonstrecke geschickt.


des Juniorenlaufes werden mit 21,1 Kilometern den Thurgauer Halbmarathon bestreiten.

Offene Ausgangslage beim Militärwettmarsch

Ein offenes Rennen darf beim Militärwettmarsch erwartet werden. Da die Meisterschaft bereits seit Wochen zu Gunsten des Entlebuchers Jörg Hafner (Hasle LU) entschieden ist, ist die Teilnahme des sich in einer Wettkampfpause befindenden, nunmehr sechsfachen Waffenlaufmeisters noch fraglich. Am Thuner vor einer Woche musste auch der letztjährige Schweizermeister Martin von Känel (Reichenbach i. K.) krankheitshalber passen und wird sich daher einen Start über die anspruchsvolle Marathondistanz wohl gut überlegen. Damit könnte der Weg frei sein für die zahlreichen Spitzenläufer hinter den beiden Dominatoren. Der Urner Ruedi Walker (Flüelen) würde nach seinen zahlreichen Ehrenplätzen nur allzu gerne wieder einmal zu oberst auf dem Podest stehen. Immer wieder gut für eine Spitzenplatzierung beim "Frauenfelder" sind der im Thurgau tätige Appenzeller Bruno Dähler (Gais) sowie Felix Schenk aus Wigoltingen. Vielleicht ist die Zeit aber auch wieder reif für einen Waffenläufer der jungen Garde. Im Schatten der diesjährigen Tagessieger liefern sich die beiden M20-Läufer Marc Berger (Fribourg) und der Thurgauer Patrick Wieser (Aadorf) in ihrer Kategorie einen erbitterten Kampf um die Meisterschaftskrone.

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