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72. Frauenfelder Militärwettmarsch 2006 - Bruno Dähler gewinnt nach spannender zweiter Hälfte Frauenfelder Militärwettmarsch (42,2 km, 280 Klassierte), Overall: 1. Bruno Dähler (Gais) 2:50:30. 2. Martin Schöpfer (Attiswil) 2:47 zurück. 3. René von Burg (Balsthal) 6:34. 4. Felix Schenk (Wigoltingen) 6:58. 5. Emil Berger (Wiedlisbach) 8:19. Die Kategoriensieger. M20: Patrick Wieser (Aadorf) 2:59:17. - M30: Schöpfer. - M40: Dähler. - M50: Walter Baumann (Flawil) 3:05:33. - D20: Monika Widmer (Matzingen) 3:27:55. - D40: Marianne Balmer (Davos Platz) 3:22:27. - Gäste: Thomas Belec (AUT) 3:35:03. (dy) Mit einer Überraschung endete der 72. Frauenfelder Militärwettmarsch über die klassische Marathondistanz von 42,2 Kilometer. Bruno Dähler aus Gais gewann nach dramatischer zweiter Hälfte seinen ersten Waffenlauf, 2:47 Minuten vor Martin Schöpfer (Attiswil) und 6:34 vor René von Burg (Balsthal). Bruno Dähler, wie immer bekannt für eine starke zweite Saisonhälfte, war vor dem Start wohl zum erweiterten Favoritenkreis gezählt worden. Als der Appenzell-Innerrhoder nach Hälfte des Rennens in Wil (21,1 km) beinahe fünf Minuten hinter der Spitze bloss an vierter Stelle lag, rechnete jedoch niemand mehr mit dem 42-Jährigen. Dähler, der 2003 und 2005 in Frauenfeld bereits Zweiter geworden war, liess sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen, lief seinen Rhythmus weiter und überholte auf dem Rückweg nach Frauenfeld zuerst den überraschenden Leichtathleten Roger Kliem, dann Patrick Wieser und schliesslich auch Martin Schöpfer. Wieser und Schöpfer erlitten Rückschläge Der vierfache Saisonsieger Patrick Wieser, der bereits seit vier Wochen als Schweizermeister feststeht, startete wie gewohnt stark und lag bis zur Streckenhälfte zwei Minuten voraus. Nach dem 25. Kilometer geriet der Aadorfer jedoch in eine Krise, von der er sich nicht wieder erholte und die ihn auf den 6. Platz zurückwarf. Martin Schöpfer, der den Frauenfelder erst einmal, nämlich 1997 gewonnen hatte, überholte Wieser beim 30. Kilometer und schien nun einem überlegenen Sieg zuzusteuern. Doch weit gefehlt: Der Attiswiler erlitt nur drei Kilometer später eine Muskelzerrung in der linken Wade und musste sein Tempo drosseln. "Schade, heute wäre es ein Leichtes gewesen, den Sieg nach Hause zu fahren. Die Wade, mit der ich schon früher Probleme hatte, machte mir plötzlich einen Strich durch die Rechnung," bedauerte Schöpfer. Bruno Dähler, der sein Rennen ausgezeichnet eingeteilt hatte, überholte Schöpfer schliesslich fünf Kilometer vor dem Ziel. "Ich weiss, dass beim Frauenfelder auf der zweiten Hälfte noch viel passieren kann, darum bin ich eher verhalten gestartet. Mit Felix Schenk hatte ich einen guten Partner. Nach Wil bin ich meinen Rhythmus durchgelaufen," sagte der strahlende Sieger im Ziel. |
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![]() Lange Zeit liefen Bruno Dähler und Felix Schenk gemeinsam - das Ziel erreichte Dähler als Sieger. Nachdem Hans Frischknecht den Frauenfelder von 1947 bis 1953 siebenmal in Folge gewonnen hatte, triumphierte mit Bruno Dähler 53 Jahre später erstmals wieder ein Appenzeller beim König der Waffenläufe. Von Burg nach starkem Finish Dritter Wie Bruno Dähler so verzeichnete auch der Balsthaler René von Burg einen ausgezeichneten Finish, indem er sich auf den letzten Kilometern vom achten bis auf den dritten Schlussrang vorkämpfte. Erinnerungen kamen auf, wie von Burg 2002 mit einem ähnlichen Schlussspurt gar auf Platz zwei vorgestossen war. "Als ich einen nach dem andern überholen konnte stieg das Selbstvertrauen. Am Schluss hatte ich das Gefühl als seien mir Flügel gewachsen," schwärmte von Burg. Ein regelmässiges Rennen, dennoch weit unter seinen früheren Möglichkeiten zeigte Felix Schenk. Nach Verletzungspause und Meniskusoperation macht ihm sein rechtes Knie weiterhin zu schaffen. So kann der Thurgauer pro Woche bloss um die 40 Kilometer trainieren. "Das ist eindeutig zu wenig, um in einem solchen Lauf vorne mitlaufen zu können", bedauerte Schenk, zu dessen Lieblingsläufen ganz klar der Frauenfelder dazugehört. Marianne Balmer vor Monika Widmer Bei den Damen siegte die als Favoritin gestartete Marianne Balmer. Es war dies nach 2001 erst der zweite Sieg in Frauenfeld für die Davoserin, die vor der 42,2 km langen Strecke immer grossen Respekt bekundet. Bis zum 20. Kilometer lief Balmer mit der dreifachen Siegerin Monika Widmer Seite an Seite. Noch vor Wil löste sie sich jedoch und siegte schliesslich mit 5:28 Minuten Vorsprung auf die Thurgauerin. |
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