|
|
|
|
Vorschau auf die am 29. April startende Waffenlaufsaison 2007 (wsp) Trotz des Wegfalls der im vergangenen Jahr zum letzten Mal ausgetragenen Waffenläufe von St.Gallen, Reinach und Zürich gelangen dieses Jahr noch 6 Läufe zur Austragung (7 waren es letztes Jahr gewesen, je 8 in den Jahren 2004 und 2005). Denn neben den 4 "Bisherigen" (Frauenfeld, Wiedlisbach, Thun und Wohlen) kommen Lenzburg und Kaisten neu dazu. Die Saison besteht damit aus zwei gleichwertigen Hälften; nämlich je drei Läufen im Frühjahr und im Herbst. Es sind dies der Hans-Roth-Waffenlauf in Wiedlisbach (29. April), der erstmals ausgetragene Lenzburger Waffenlauf (19. Mai), der Sprint-Waffenlauf in Wohlen (26. Mai); dann der ebenfalls erstmals zur Durchführung gelangende Fricktaler Waffenlauf in Kaisten (23. September), der Thuner Waffenlauf (3. November) und der traditionsreiche Frauenfelder Militärwettmarsch (18. November).
Etwas einseitiger sieht es bei der geographischen Verteilung der 6 Läufe aus: Während in der Ostschweiz (nach dem Wegfall von Toggenburg, St.Gallen und Zürich) nur noch der "Frauenfelder" stattfindet, ist das Bernbiet nach wie vor mit zwei Veranstaltungen Wiedlisbach und Thun) vertreten; gleich die Hälfte aller Waffenläufe, nämlich deren drei, finden aber in der neuen "Waffenlaufhoch-burg", dem Aargau, statt! Eine Jahreswertung in Form einer Schweizer Waffenlaufmeisterschaft - diese existierte 40 Jahre lang, von 1967 bis 2006 - gibt es leider nicht mehr. Sozusagen als Ersatz werden aber an drei Läufen separate Schweizer Waffenlaufmeistertitel vergeben: Am Pfingstsamstag in Wohlen werden die Titelträger im 10-km-Waffenlauf ermittelt und im Herbst gibt es die Schweizermeistertitel im Waffenlauf-Halbmarathon (in Thun) und im Waffenlauf-Marathon (in Frauenfeld) zu gewinnen. In Thun wird dabei erstmals wieder seit dem 3. und letzten Churer Waffenlauf (2001) eine Kategorie M60 angeboten. An den übrigen Waffenläufen scheint diese Neuerung (noch) nicht im Programm zu sein. Gleich an mehreren Waffenläufen existiert eine enge Zusammenarbeit mit parallel dazu durchgeführten Zivilläufen: Frauenfeld organisiert mit grossem Erfolg seit dem Jahre 2000 einen zivilen Marathon und einen zivilen Halbmarathon. In Wohlen ist dem traditionellen Pfingstlauf 2004 erstmals ein Waffenlauf angegliedert worden und der Wiedlisbacher Lauftag hat in den letzten Jahren seine Teilnehmerzahlen steigern können. In Lenzburg hofft man nun auf denselben positiven Effekt, der es ermöglichen sollte, auch bei geringen Teilnehmerzahlen am Waffenlauf über die Runden zu kommen. Völlig neue Wege bestreitet man hingegen im Fricktal: Am Samstag (22. September) wird in Kaisten zum 8. Mal das Rundstreckenrennen mit dem Militärrad ausgetragen; am Sonntag findet dann erstmals ein Waffenlauf statt. Wer beide Rennen bestreitet, nimmt an einer Kombinationswertung (Run & Bike Military) teil. Prognosen - Favoritinnen und Favoriten Welche Läuferinnen und Läufer an welchen Waffenläufen der neuen Saison teilnehmen werden, ist völlig ungewiss; entsprechend offen ist denn auch die Ausgangslage an jedem einzelnen Lauf. |
|
![]() Im schönen Lenzburg findet diese Jahr erstmals ein Waffenlauf statt. Bei den Damen gehören die fünffache Schweizermeisterin Marianne Balmer, Claudia Helfen-berger (Meisterin 2005) und Monika Widmer zu den aussichtsreichsten Sieganwärterinnen. Neben Monika Widmer sind Therese Scheidegger, Denise Probst und Nicole Hagenbuch die Favoritinnen bei den Damen 20. Maria Suter dürfte, neben Marianne Balmer und Claudia Helfenberger, stärkste der Damen 40 sein. Der Kreis der Favoriten bei den M20 wird angeführt von Schweizermeister Patrick Wieser und von Marc Berger. Sicher auch zu rechnen sein wird hier mit Serge Welna, Philipp Gubler, Peter Ibig und Dominik Schlumpf. Peter Deller, Bruno Hasler, Martin Schmid, Daniel Hagenbuch, Remo Ruf, Martin Belser und Beda Gujan sind, neben Bruno Heuberger (in Frauenfeld?), die Läufer mit den grössten Erfolgsaussichten bei den M30. In der Kategorie M40 hat Ruedi Walker den Rücktritt vom Waffenlaufsport erklärt. Mit Emil Berger, René von Burg und den längere Zeit verletzten Martin von Känel (Schweizermeister 1993-96 und 2004) und Bernhard Wampfler starten aber gleich vier Spitzenläufer mit Jahrgang 1967 neu in dieser Kategorie. Damit haben Bruno Dähler, Niklaus Scheidegger, Felix Schenk, Paul Gfeller und Rainer Widmer zusätzliche starke Konkurrenz bekommen. Ob auch Jörg Hafner wieder zurückkehrt, um die Zahl seiner Tagessiege (bisher 50) zu erhöhen, ist auch nicht völlig ausgeschlossen. Während bei den M50 Urs Heim sich vom Waffenlaufsport zurückgezogen hat, sind Silvan Frei, Werner Forrer und Jürg Sturm von den Läufern mit Jahrgang 1957 wohl am stärksten einzustufen, Allerdings gehören auch die längere Zeit nicht mehr gestarteten Christian Jost (Meister 1992) und Hansruedi Gäumann dem jüngsten Jahrgang dieser Kategorie an. Fritz Häni, Rolf Gyr, Fredy Pfister, Bruno Lussi und Walter Baumann könnten damit durchaus gefährliche Konkurrenten um Podestplätze erhalten. Neuerungen und Tendenzen In Thun, wo auch bei den M60 ein Kategorienmeistertitel zu vergeben ist, haben die beiden Berner Oberländer Martin Storchenegger und Hans Scholl wohl die grössten Siegeschancen. Da erstmals seit 1967 keine Jahreswertung mehr durchgeführt wird, ist leider damit zu rechnen, dass sich der Teilnehmerschwund der letzten Jahre noch verstärken wird. Besonders an den Läufen ohne Titelvergabe (Wiedlisbach, Lenzburg und Kaisten) dürfte sich dies speziell bemerkbar machen. Es wäre also ganz besonders wichtig, gerade diese Organisatoren durch vermehrte Teilnahme zu unterstützen, damit nicht noch mehr Veranstalter "das Handtuch werfen". Die Auflösung der IGWS als Dachorganisation und der Wegfall der Jahresmeisterschaft haben leider auch noch zur Folge, dass nur noch minimale Koordination vorhanden ist. So existiert keine gemeinsame Ausschreibung mehr, die Reglemente weichen voneinander ab (z. B. Kategorien, Nachmeldegebühren u.a.m.). Hier ist zu hoffen, dass möglichst rasch Abhilfe geschaffen wird und spätestens im kommenden Jahr die Zusammenarbeit, im gegenseitigen Interesse, verbessert wird. |
|
|
|